Fastenbrechen

Fastenbrechen

Das Fastenbrechen ist ein kleiner kultischer Akt, den jeder für sich selbst empfinden muss. Es ist der konkrete Einstieg in die Aufbauzeit und stellt die bewusste Entscheidung dar, wieder zu essen, so wie es eine bewusste Entscheidung war, zu fasten. Das Fastenbrechen mit einem Apfel ist die klassische Variante. Der Apfel symbolisiert die vollwertige Nahrung und ist auch ganz praktisch ein guter Einstieg, weil die Säure des Apfels die Bildung von Magensäften und die Darmperistaltik anregt, weil man einen Apfel gut und lange kauen muss, weil er schön aussieht, vitaminreich ist und den meisten auch gut schmeckt. Ein Loblied auf den Apfel. Manche verbinden das Fastenbrechen mit einer Apfelmeditation. Nach einer Woche Fasten fällt es nicht schwer, die ganze Kraft des Lebens in einem Apfel zu erkennen. Wer gegen Äpfel allergisch ist oder wem Äpfel überhaupt nicht schmecken, dem bietet sich an, das Fastenbrechen mit einer Kartoffel oder mit gedünsteten Tomaten zu beginnen.

Es muss nicht sonderlich erwähnt werden, dass diese ersten Bissen mit besonderer Hingabe und Aufmerksam ausgeführt werden. Die erste Nahrung wird so lange gekaut, bis sie flüssig ist und dann erst hinunter geschluckt. Bereits nach einem halben Apfel kann sich ein Sättigungsgefühl einstellen kann. Hier liegt die besondere Chance für alle diejenigen mit Gewichtsproblemen. Statt einer aufgeblähten Schweinsblase gleicht Ihr Magen jetzt wieder der Gestalt des Sichelmondes und ist kaum weiter als der anschließende Zwölffingerdarm. Er ist rasch voll und drückt dies mit Sättigungsgefühl aus. Wenn Sie dieses Gefühl respektieren, nicht weiter essen und den Magen damit nicht erneut wieder aufblähen, so dass er sich ausdehnen kann, werden Ihre Gewichtsprobleme der Vergangenheit angehören. (Dahlke, 2004)
Beginnen Sie bereits am ersten Tag nach dem Fasten, dem Kauen und einspeicheln größeren Stellenwert beizumessen als vorher. Eine alte Kauregel besagt: „FĂĽr jeden Zahn einmal Kauen“ – auf ein gesundes Gebiss berechnet ergibt das ca. 30 Mal Kauen. Dasselbe besagt auch die so genannte „Fletscher-Regel“ (kaue so lange, bis die Speise im Mund vollkommen flĂĽssig geworden ist!) Der Amerikaner Dr. Fletscher hat das grĂĽndliche Kauen zur Therapieform erhoben. Er besserte den Gesundheitszustand vieler Menschen allein dadurch, dass er ihnen das grĂĽndliche Kauen ihrer gewohnten Nahrung empfahl. Der nach ihm benannte Begriff des "Fletschern" hat sich als Bezeichnung fĂĽr grĂĽndliches Kauen in die Umgangssprache eingeschlichen. "Trinke Deine Nahrung" besagt auch eine alte Volksweisheit.

Es geht also nicht unbedingt nur danach, was, sondern vor allem auch, wie gegessen wird.

Tagesablauf beim Fastenbrechen

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