Weitere Fastentage

Weitere Fastentage

Die Wanderer gehen vorbei an blĂŒhenden Wiesen, entlang an saftig, grĂŒnen Wegrainen. Der Weg geht allmĂ€hlich, mal leicht ansteigend, mal ein StĂŒck herunter, um eine Schlucht zu umgehen oder ein Kar zu durchwandern. Jetzt treffen wir auch wieder mehr Menschen, weil hier oben auf den saftigen Almen einige HĂŒtten zum Verweilen einladen und sich die Wege aus zwei TĂ€lern kreuzen. Die Gipfel scheinen uns nun zum Greifen nahe und wir sehen Sie in respektvollen Blicken durch die Wolken hindurch, die jetzt ab und zu von Westen her aufziehen und vom Wind immer wieder geteilt und zerstoben werden. Jetzt halten wir unsere Jacken immer griffbereit, um uns vor schnell aufziehenden Schauern und vor der kĂŒhlen Luft zu schĂŒtzen. Wir sind froh ĂŒber unser festes Schuhwerk und die wettersichere Kleidung und bewegen uns gleichmĂ€ĂŸig und sicher. Bei guter Kondition und Gesundheit ĂŒberqueren wir in den nĂ€chsten Tagen den gesamten Gebirgszug. Eine andere Wandergruppe steigt jedoch bereits morgen wieder ins Tal hinab.

Auch an unserem 5. Fastentag und an den weiteren Fastentagen scheint den meisten die Sonne. FĂŒhlen Sie sich leicht und könnten Sie die Welt einreißen? Dann sollten Sie schon mal ĂŒberlegen, noch ein paar Tage lĂ€nger zu fasten, als vorgesehen. Oder fĂŒhlen Sie sich gar nicht so gut, plagen Sie Gedanken oder Sorgen oder fĂŒhlen Sie sich nicht wohl? Den fĂŒnften Tag schaffen Sie noch, bestimmt geht es Ihnen morgen schon wieder wesentlich besser. Aber zwingen Sie sich nicht – auch fĂŒnf Tage Fasten ist schon eine tolle Leistung. Wenn Sie abbrechen wollen, gehen Sie genau nach Anleitung wie unter dem Tag „Fastenbbrechen“ beschrieben ist vor. Niemals einfach so aufhören und zur Tagesordnung ĂŒbergehen!
Aber erfahrungsgemĂ€ĂŸ geht es Ihnen heute gut und Sie haben noch bis zum Ende der Woche Zeit. Falls Sie arbeiten, wird es Ihnen nicht mehr schwer fallen, wenn die Kollegen mittags essen gehen. Vielleicht können Sie sogar mitgehen und Ihre FastenbrĂŒhe löffeln, Sie und Ihre Kollegen gewöhnen sich daran.
In den ersten Fastentagen wird vermehrt Eiweiß abgebaut. Das ist fĂŒr die meisten FastenĂ€rzte prinzipiell ein positiver Effekt, weil dadurch auch abgelagerte und ĂŒberflĂŒssige Eiweiße mit beseitigt werden. Deshalb ist Bewegung so wichtig. Denn der intelligente „innere Arzt“ baut nur Stoffe ab, die er nicht notwendig braucht. Liegt man beim Fasten jedoch eine Woche lang nur herum, wird er auch die in den Muskeln nicht benötigten Eiweiße abbauen. Deshalb ist es besonders wichtig, seine Muskulatur zu trainieren und viel Sauerstoff aufzunehmen. Das kann man am besten beim Sport, Wandern bzw. Spazierengehen erreichen. Aber bitte nicht ĂŒbertreiben! Wenn man beim Fasten in eine richtige Euphorie kommt, werden enorme KrĂ€fte frei und die Gefahr der ÜberschĂ€tzung ist groß. Wer beim Fasten richtig gut „drauf“ ist, kann von der Fasteneuphorie und den freiwerdenden KrĂ€ften des Körpers und des Geistes jetzt richtig profitieren.

Wie lange noch weiter fasten?
Wie lange Sie fasten, hĂ€ngt von Ihrer eigenen EinschĂ€tzung ab. Beim ersten Mal fasten reichen 6-8 Tage völlig aus. FĂŒr den Einstieg ist das schon eine lange Zeit und ideal fĂŒr erste Erfahrungen. GeĂŒbte Faster können ohne Probleme bis 14 Tage ohne Aufsicht fasten. Alles andere fĂ€llt unter die Kategorie „Heilfasten“ und ist in speziellen (Kur-) Klinken angesiedelt. Der Körper hat sich nach ca. 12-14 Tagen vollstĂ€ndig auf den Fastenstoffwechsel umgestellt. Der Eiweißabbau verringert sich, dafĂŒr wird prozentual mehr Fett verbrannt. Die Gewichtsabnahmen sind nur noch gering, weil die 300-500 Kilokalorien, die tĂ€glich aufgenommen, fast ausreichen, den Organismus zu „ernĂ€hren“. LĂ€nger zu fasten macht also nur Sinn, wenn spezielle Krankheiten kuriert werden sollen. Das setzt aber Beratung, Betreuung und Erfahrung voraus.
In den nĂ€chsten Tagen des „Fastenalltags“ geht man nun seiner Arbeit nach oder bewegt sich viel oder nutzt das Fasten als zur ZurĂŒckgezogenheit und zur inneren Einkehr. Die Erfahrung zeigt, dass Fasten jedes Mal anders ist. Es fĂ€llt schwer, im Voraus die Fastenzeit bestimmen zu wollen. Der eigene Takt gibt das Tempo vor.

Tagesablauf fĂŒr die weiteren Fastentage

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