3. Fastentag

3. Fastentag

Unser WanderfĂŒhrer prophezeit uns, heute das Hochplateau zu erreichen. Dann geht es bei wunderschöner Aussicht inmitten der Bergwelt mehrere Tage am Kamm entlang, wir rasten auf den Hochalmen, haben Augen und Ohren fĂŒr die Wunder der Natur. Aber wir können auch den geschĂ€ftigen Menschen, die auf den Wiesen, ihren HĂŒtten oder im Wald ihr Tagwerk vollbringen, betrachtend folgen, stehen wir doch etwas abseits. Manch einer sagt: „Das war es schon? Gar nicht so anstrengend wie gedacht!“ Andere kommen vielleicht an ihre physischen Grenzen. Jetzt wird es Zeit, dass sich erste Erfolge einstellen. Es ist der verflixte dritte Tag, genauso wie beim Ski fahren, manchmal denkt man, es ist aus, es geht gar nichts mehr. Wer das kennt, nimmt es gelassen und kommt nicht so schnell in Panik. Man kann sich einfach nicht vorstellen, dass es bereits morgen schon wieder ganz anders aussieht. ZusĂ€tzlich zieht auch noch ein kleines Zwischentief ĂŒber uns hinweg und bringt einige kalte und nasse Schauer. Womit können wir uns heute Abend belohnen? Ein ĂŒppiges Mahl steht unter den kargen Bedingungen der SelbstverpflegerhĂŒtte nicht ins Haus. Ein warmer Tee, eine BrĂŒhe, gut. Vielleicht kommt noch ein guter Gedanke oder es begegnet uns ein liebes Wort. Jetzt kommen wir gerade an der Bergstation der Seilbahn vorbei. Ein paar Minuten, und schon wĂ€ren wir wieder im „normalen“ Leben. Doch wir gehen weiter und freuen uns auf die nĂ€chsten Erlebnisse und Erfahrungen.

Wie beim Bergsteigen oder Ski fahren geht es auch beim Fasten. FĂŒr manche war es bis hier her ganz leicht, andere haben Probleme. Am dritten Tag wird die Umstellung abgeschlossen und die Entzugserscheinungen können dann am grĂ¶ĂŸten sein, bedingt durch Gewohnheiten wie Rauchen, Alkohol, Kaffee, SĂŒĂŸigkeiten, unregelmĂ€ĂŸiges Essen etc. Heute, am dritten Tag, wird das erst richtig bewusst. Es kann zu Problemen wie Kopfschmerz, KreislaufschwĂ€che und Missmut kommen. Deshalb ist die Abbruchrate beim Fasten am dritten Tag am grĂ¶ĂŸten. Doch das muss nicht so sein! Wer öfter fastet, wird es bestĂ€tigen, die Umstellung kann auch in einem Tage erfolgen! Ich will nur allen, die in den ersten drei Tagen mit Umstellungsproblemen zu tun haben und es heute, am dritten Tag, nervt, Mut machen, weiter zu fasten. In 90% aller FĂ€lle ist es am vierten Tag super, alles wie weggeblasen, die Umstellung ist erledigt. Fastenkrisen sind auch Heilkrisen sind. Der „innere Arzt“ hat seine Arbeit aufgenommen, und wenn es etwas zu heilen gibt, zeigt er das jetzt an. Lernen Sie beim Fasten, auf Ihren Körper zu hören und wundern Sie sich gerade heute ĂŒber die erstaunliche Leistung, die er zu vollbringen vermag. Immerhin essen Sie seit drei Tagen nichts mehr und leben noch! Und das vielleicht zum Erstaunen manch Ihrer Mitbewohner auf diesem Planeten.

Wer am Donnerstag mit dem Vorfastentag begonnen hat, kann sich heute, am Sonntag, noch ein bisschen gehen lassen. Aber es steht auch einiges auf dem Programm: Einlauf, Leberwickel, Bewegung, Kochen und was man sich heute sonst noch vorgenommen hat. Am dritten Fastentag sollte man sich noch mal richtig verwöhnen und sich fĂŒr sich selbst Zeit nehmen. Aber auch wenn dem einen oder anderen schwer fĂ€llt, sich einen Schubs geben und nach draußen gehen. Eine kleine Wanderung und frische Luft tut immer gut und bewirkt manchmal Wunder. Bewegung ist gerade am dritten Tag wichtig um die Leber und die anderen Organe bei ihrer Arbeit zu unterstĂŒtzen.

Tagesablauf am 3. Fastentag

Florian , 15.02. 2019 16:28:
Ist Sauna wÀhrend der Fastenkrise in Ordnung?
Dennis , 29.08. 2018 08:46:
Kann man statt einen Einlauf auch Glaubersalz nutzen?

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Ja, es kann auch Glaubersalz genutzt werden. Der Einlauf ist jedoch die empfohlene Variante, da er zeitlich unmittelbar wirkt und den Organismus weniger belastet.

https://www.fastenzeit.com/fasten-im-alltag/anwendungen/einlauf-beim-fasten.html

https://www.fastenzeit.com/fasten-im-alltag/anwendungen/glaubern-beim-fasten.html

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